Grundprinzip

Handicap ist das, was das Spielfeld für den Schwächeren abflacht und dem Favoriten einen kleinen Vorsprung gibt. Im Prinzip verschiebst du das Ergebnis um vorher festgelegte Tore, damit die Quote wieder spannend wird.

Wie wird das Handicap gesetzt?

Der Buchmacher bewertet die Teams, schaut auf aktuelle Form, Verletzungen und Kopf-an-Kopf‑Statistiken. Dann legt er eine Punktzahl fest – zum Beispiel +1,5 für das Underdog-Team. Das bedeutet, dass du diesem Team im Ergebnis einen virtuellen Vorsprung von ein‑und‑einem‑Halb‑Tor gibst.

Beispiel

Team A –1,5 vs. Team B +1,5. Endstand 3:2 für Team A. Rechnen wir das Handicap ein, wird das Ergebnis zu 1,5:2,5. Team B gewinnt die Wette.

Typische Varianten

Erste Variante: Asian Handicap. Keine Unentschieden‑Option, nur über/unter. Zweite Variante: European Handicap. Hier gibt’s auch die Möglichkeit, dass die Wette bei exakt dem Handicap-Score zurückerstattet wird.

Live‑Handicap

Während des Spiels kann das Handicap dynamisch angepasst werden. Stell dir vor, das Spiel geht 0:2, das Handicap kann dann von -1,5 auf -2,5 springen, weil das Momentum klar zu Gunsten des starken Teams schwankt.

Praktische Tipps

Hier kommt das Wesentliche: Analyse von Power‑Play‑ und Penalty‑Kill‑Statistiken. Teams mit starkem Power‑Play profitieren enorm, wenn du ihnen ein negatives Handicap gibst.

Vergiss nicht, den Torwartwechsel zu checken. Ein Ersatzgoalie kann das Spiel sofort um drei Tore drehen – das wirkt sich sofort auf das Handicap aus.

Und hier ist warum: Setze nie nur auf das reine Ergebnis, sondern betrachte das erwartete Torverhältnis (xG). Das gibt dir ein Gefühl, ob das Handicap realistisch ist.

Abschließend: Achte auf die letzten fünf Spiele des Teams im gleichen Handicap‑Format. Dort erkennst du, ob das Buchmacher‑Handicap über- oder unterbewertet ist.

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